Roding siegt auch beim Playoff Rückkampf in Plauen

Simon Brandhuber mit 151 Punkten wieder die Nummer 1 im Team – ProtokollBilder

Mit nochmals über 700 Punkten setzten die Rodinger Gewichtheber einen positiven Schlusspunkt hinter die 1. Bundesliga Saison 2016/2017. Beim Playoff-Rückkampf in Plauen gab es einen klaren 703,4: 669,4 Punkte Sieg. Der nicht mehr so deutlich wie in Roding (677,0: 542,0 Punkte) ausfiel. Roding II siegte zuhause klar gegen den ESV München-Neuaubing mit 486,2: 339,5 Punkten.

„Die starken aus dem Vogtland“ machten es am Samstag, wie von Trainer Matthias Hecht befürchtet, den TB-lern auf dem heimischen Heberbrett nicht so leicht wie in Roding. Diesmal mit kompletter Mannschaft, also sechs Hebern, am Start leisteten sie starke Gegenwehr, obwohl die Sachsen in Plauen auf ihr tschechischen Paar Petr Petrov (151 Relativpunkt in Roding) und Eliska Pudivitrova verzichteten. Dafür setzten sie mit Robert Dolega, den ehemaligen polnischen Spitzenheber ein, der mit 40 Jahren bei 145 kg Reißen und 190 kg Stoßen sowie 126 Relativpunkten immer noch eine klasse Leistung brachte. Dolega wurde nach dem Wettkampf und neun Jahren im Team der Plauener verabschiedet. Der temperamentvolle Edgar Jerke – die Rodinger Zuschauer erinnern sich bestimmt – zauberte wieder wie in Roding sechs gültige Versuche und war mit 135,2 Punkten Bester im Vogtlandteam.

Simon wieder klar die Rodinger Nr. 1

Man sieht, die Sachsen können aus dem Vollen schöpfen, denn von der Rodinger Aufstellung gingen in Plauen nur Edgar Jerke und Tobias Clauß an den Start. Doch die Rodinger verteidigten den Vorsprung vom Vorkampf und legten noch einen drauf. Simon Brandhuber war am Samstag im Osten wieder klar die Rodinger Nummer 1. Nach einem sicheren Beginn mit 127 kg Reißen steigerte er erfolgreich auf 132 kg doch im dritten Anlauf waren 135 kg zu schwer , so wie die 134 kg vor 14 Tagen in Roding. Aber diesmal konnte er stolze 64 Relativpunkte beim Reißen anstelle Null in Roding einbringen. Nach 155 kg Stoßen lieferte er mit 151 Relativpunkten die Topleistung des Tages ab.

Tamara stößt Bestmarke

Eine sichere Bank wieder Tamara Voit, die nach 73 kg Reißen sogar ihre Bestleistung im Stoßen von 90 kg einstellte und 104 Punkte zum Sieg beitrug. Auch Bruder Hermann wieder zuverlässig, der nach 125 kg Reißen mit 155 kg Stoßen gegenüber dem Vorkampf in Roding noch fünf Kilo zulegte und 113 Punkte lieferte. Voller Tatendrang und energisch der Jüngste im Team, der 19-jährige Peter Kulzer. Nach 136 kg Reißen wollte er beim Stoßen, die in Roding aufgestellte Bestmarke von 175 kg, mit 177 kg nochmals toppen. Doch der Versuch missglückte und so gingen 170 kg beim Stoßen und 115 Relativpunkte in die Wertung ein.

Gregor lässt austrudeln

Gregor Nowara lieferte eine Top Saison 2016/2017 mit hervorragenden Versuchen, wobei er als letzter Mann öfters „die Kohlen für den TB Roding aus dem Feuer geholt hat“. Er ließ es zum Saisonschluss in Plauen lockerer angehen. Trotzdem machte er mit seinem letzten Stoßversuch von 174 kg wieder die 700 Punkte für Roding perfekt. Auch Daniel Nowara agierte ruhiger beim letzten Wettkampf der Saison und brachte trotzdem exakt 100 Punkte für den Mannschaftserfolg. Matthias Hecht und Heinz Weigt, der Heimtrainer der Voit-Geschwister, betreuten in der Stadt der "Plauener-Spitzen das Team perfekt und steuerten hinter den Kulissen, damit ein Sieg und nochmals 700 Punkte möglich waren. Damit beendet Roding I die Saison 2016/17 mit dem 9. Tabellenplatz in der Gesamtbundesliga von 14 Mannschaften.