Roding II Vizemeister mit Saisonbestleistung

Erstmals in der Saison über 500 Relativpunkte in Gräfenroda – ProtokollBilderVideos

Beim Spitzenduell in der zweiten Bundesliga Mitte zum Saisonende beim SV90 Gräfenroda musste sich die zweite Mannschaft der Rodinger Gewichtheber erwartungsgemäß den Gästen mit 511,5 : 536,1 Punkten  geschlagen geben. Trotzdem Freude im TB-Lager, dass erstmal in dieser Saison die 500 Punkte Marke geknackt werden konnte und auch noch der Punkt beim Stoßen an die Regenreib’n ging.

Nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga und der sensationellen Meisterschaft im letzten Jahr, können die Rodinger auf die Vizemeisterschaft 2016/2017 stolz sein. Bei bester Stimmung (mittlerweile gibt es auch in Gräfenroda einen Trommler) entwickelte sich vor 100 Zuschauern der Spitzenkampf der 2. Liga am letzten Kampftag in der Wolfstalhalle. Gräfenroda, bisher ohne Punktverlust, mussten am Samstag den einzigen Punkt der Saison an Roding abgeben. Die TB Heber spielten ihre Stärke beim Stoßen aus und gewann hier mit 343,5: 335,3. So endete der Finalkampf 2:1 für die Thüringer. 

Der Punkt beim Stoßen geht nach Roding

Der Vergleich zum Vorkampfergebnis im November 2016 mit 471,8: 498,5 Punkten für die Thüringer zeigt, dass beide Team zum Saisonschluss nochmals bestens vorbereitet an die Hantel gingen. Denn für beide Staffeln gab es in der Wolfstalhalle in der „Stadt der Gartenzwerge“ neue Saisonbestmarken. Die Rodinger sind ja in dieser Saison immer der 500-Punkte Marke nachgelaufen. Aber am Samstag hat es kurz vor Torschluss mit einer kompakten Leistung aller Heber geklappt. 

Hans Brandhuber wieder an Bord

Einen großen Anteil daran hatte Hans Brandhuber, der nach einer Verletzungspause von vier Monaten erstmals mit 98 Punkten überzeugt. Er wurde von Trainer Matthias Hecht regelgerecht von der ersten in die zweite Mannschaft umgemeldet und hatte so am Samstag Startrecht. Mariana Bauer stellte ihre Bestmarke mit 50 kg beim Reißen ein und Andreas Müller übernahm wie geplant den Part beim Stoßen mit 147kg Leistung. Der sympathische Münchner zieht sich aus beruflichen Gründen aus dem Mannschaftsheben zurück.

Rene Koralewski und Max Jackwerth bereiten sich schon für den Einsatz beim Alpencup für Bayern Ende Mai vor, haben das Training umgestellt, lieferten aber trotzdem ganz wichtige Punkte für die 500er Marke. Zuverlässig wie in der ganzen Saison, Steffen Pilz, der nochmals 80 Punkte beitrug. Auch Andreas Hecht kommt nach seiner Verletzung wieder an sein Niveau heran und blieb nur knapp unter 80 Relativpunkten.

Der Meister will nicht aufsteigen

Die Gastgeber mit ihrer jungen Truppe aus dem eigenen Nachwuchs feierten mit ihren Fans die erste Meisterschaft der 2. Bundesliga in Gräfenroda ausgiebig bei Freibier. Philipp Griebel zeigte mit 140/170 kg die stärkste Leistung bei 122 Relativpunkten. Auch die erst 16-jährige Jugendheberin Julia Perlt glänzte mit 92 Relativpunkten. Andre Langkobel, der bereits für die Jugend Europameisterschaft nominiert ist, glänzte mit 88,2 Relativpunkten. Die Thüringer freuen sich über die Meisterschaft, hegen aber keine Aufstiegsambitionen in die 1. Liga.

Der ESV München-Neuaubing, der zweite bayerische Vertreter in der 2. Liga Mitte, verlor gegen den Tabellenletzten AC Suhl, konnte aber trotzdem als Vorletzter den Klassenerhalt sichern. Auch in Thüringen standen Werner Brandhuber und Adam Bialek, wie die ganze Saison über, dem Team als zuverlässige Betreuer zur Seite.