Simon Brandhuber ohne Wertung im Stoßen in Taipeh

Heberkollegen schwitzen seit Anfang Juli in der Turnhalle für die Saisonvorbereitung

Mit rund 13.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 150 Nationen findet die 29. Sommer-Universiade – die weltweit größte Multisportveranstaltung nach den Olympischen Spielen – vom 19. bis zum 30. August in Taipeh statt. Der Rodinger Bundesligaheber freute sich, dass er neben zwei weiteren deutschen Sportlern nominiert worden ist. 


Doch sein Auftritt am Montag 10:30 Uhr MEZ war nicht von Erfolg gekrönt. Zufriedenstellend seine Leistung beim Reißen, das er bei einem Körpergewicht von 68,71 kg mit 136 kg abschloss. Doch das Stoßen ging voll daneben. Der erste Versuch mit 155 kg war fast perfekt und auch durchgestoßen, doch die Kampfrichter stellten beim Ausstoßen eine Unregelmäßigkeit fest und gaben den Versuch ungültig. Bundestrainer David Kurch und Teamkollege Alexej Prochorow, der am Freitag im Superschwergewicht ran muss, bauten den Rodinger auf. Doch nach einem problemlosem Umsatz ging die Hantel mit 155 kg beim zweiten Versuch nach vorne weg. Alle Motivation half nichts, auch beim dritten Anlauf, Umsatz kein Problem, aber der Ausstoß reichte nicht und das Gewicht ging nach hinten weg. Also keine Wertung beim Stoßen und damit keine Wertung beim Zweikampf bzw. keine Platzierung in der 69 kg Klasse. 

Simon wird trotzdem seine Teamkollegin Sabine Kusterer, die sich am Dienstag in der 58 kg Klasse dem Wettbewerb stellt, anfeuern. Alle im BVDG-Team hoffen, dass er die Enttäuschung schnell wegsteckt und dann auch noch die Universade mit ihrem besonderen Flair, dem internationalen Austausch und den kulturellen Aspekten nutzt und genießt. Über die weitere Marschrichtung mit Ziel Weltmeisterschaft im November werden sicher Gespräche nach der Rückkehr mit Simon und dem Trainerstab geführt werden.  

Bundesligakader schwitzt seit Juli 

Aber nicht nur Roding’s Topheber Simon Brandhuber stöhnte unter den tropischen Bedingungen. Seit Anfang Juli kämpfen auch seine Vereinskameraden unter tropischen Bedingungen mit den Eisenbergen bei der Vorbereitung auf die Bundesliga. Dieses Jahr war es auf der Trainingsfläche in der Rodinger Dreifachturnhalle schon überdurchschnittlich heiß und der Schweiß floss in Strömen. 

Abteilungsleiter und Trainer Matthias Hecht hat für dieses Wochenende die anwesenden Heberinnen und Heber zu einem internen Trainingslager eingeladen. Bereits am Freitag gibt es die erste Trainingseinheit in der Turnhalle. Weiter geht es am Samstag um 10 Uhr und um 15 Uhr mit weiteren gezieltem Training. Natürlich nutzt Trainer Matthias Hecht dabei den Gruppeneffekt und fördert zugleich den Gemeinschaftsgeist. Nach diesem harten Trainingslager trifft man sich am Samstag Abend bei Schnitzel und Leberkäse im Hecht-Garten. Vom Sommerfest ist noch ein Fass Bier übrig, das ebenfalls geleert werden muss.