2:1 Sieg von Roding II gegen den SV Gräfenroda

Die jungen Damen  waren auf beiden Seiten jeweils die Stärksten im Team – ProtokollBilder

Beim Heimkampf am Samstag empfing der TB 03 Roding II auf der Trainingsfläche den Tabellenzweiten der 2. Bundesliga SV Gräfenroda. Die Thüringer waren mit einer Saisonbestleistung von 512 Punkten klarer Favorit. Doch Trainer Matthias Hecht konnte eine starke TB-Truppe dagegen setzen mit dem Ziel eine Saisonbestmarke von 500 Punkten (bisher 478 Punkte)  zu schaffen.

Doch die Gäste aus der Stadt der Gartenzwerge waren nicht so gut drauf und die Chancen für den TB 03 Roding wuchsen. Doch durch drei „Ungültige“ von Marina Bauer an 49 kg Reißen gingen 30 möglich Relativpunkte weg. Und so holten die Thüringer den Punkt beim Reißen mit 175,9:159,3 Relativ. Die Zuschauer meinten, die Sache wäre zu Gunsten der Gäste bei dem beachtlichen Vorsprung gelaufen, doch die Experten setzten auf die starke „zweite Hälfte“ der TB-ler beim Stoßen. Und tatsächlich, der Vorsprung der Thüringer schmolz mit jedem Versuch und bald war klar, das der Punkt beim Stoßen mit 335,3 : 307,4 Relativ an Roding ging.

 
Der „Ausrutscher“ von Marina 
Jetzt war die Frage, ob auch noch der Punkt beim Zweikampf an die Regenreib‘ geholt werden kann. Die Zuschauer erlebten einen äußerst spannenden Wettkampf und am Ende ging auch der Punkt beim Zweikampf mit 494,6 : 483,3 Punkte an Roding. Daniel Nowara versuche noch mit einer Steigerung von 161 kg auf 167 kg die 500 Punkte Marke perfekt zu machen, doch sein letzter Versuch scheiterte. So blieb es beim 2:1 für Roding. Ärgerlich, denn es hätte bei einem gültigen Versuch von Marina Bauer ein glattes 3 : 0 werden können. Aber Marina Bauer musste sich keine Vorwürfe anhören, im Gegenteil, alle bauten sie auf. 
 
Damen stärker als Männer
Annika Pilz mit 100 Relativpunkten auf Rodinger Seite und Julia Perlt bei Gräfenroda mit sogar 102 Relativpunkten waren die stärksten Akteure am Samstag. Annika schaffte sogar beim letzten Versuch mit 73 kg eine neue Bestmarke beim Stoßen und begeisterte als neues Rodinger Nachwuchstalent die Zuschauer. Matthias Hecht reizte alles aus und schickte wieder sieben Heber ins Rennen. Für Marina Bauer übernahm Leon Koralewsski mit drei Gültigen die Position beim Stoßen erfolgreich. Bruder Rene scheiterte an einer Bestmarke von 135 kg Stoßen und blieb deshalb knapp unter der 100 Punkte Schallmauer. Am Samstag konnten die Zuschauer erstmals auf dem Rodinger Heberbrett Vater und Tochter Pilz gemeinsam agieren sehen.
 
Der Altmeister mit 42 Jahren topfit
Der „Altmeister Steffen“ wie ihn Wettkampfsprecher Max Schuierer bezeichnete, machte seine Sache mit 80 Relativpunkten ausgezeichnet. Andreas Hecht lieferte mit 77,6 Punkten einen wichtigen Beitrag ab und die Formkurve von Daniel Nowara zeigt mit 90 Punkten klar nach oben. Die Gäste freuten sich über den Punkt und der Teamsprecher lobte die gute Stimmung in Roding und das freundliche Publikum. Wir kommen immer gerne nach Roding. Daniel sprach für das TB Team, den Gästen Respekt für die gute Leistung aus, würdigte den Einsatz seiner Mannschaft und meinte, wir müssen gut trainieren, damit wir beim Rückkampf in Gräfenroda alle drei Punkte holen. 
 
 

Roding III mit Saisonbestmarke weiter an Tabellenspitze – ProtokollBilder

Eine ungleiche Partie war die Bezirksliga-Begegnung im Gewichtheben am Samstag in Roding. Der TB 03 Roding III hoch motiviert, steigerte seine Saisonbestmarke von 308,0 Punkten auf 327,4 Punkte und ließ dem TSV Regen, der nur mit vier Sportlern (fünf Heber ist Standard) antrat, keine Chance.

Abteilungsleiter Matthias Hecht begrüßte die Zuschauer, darunter einige Eltern, Fans und Förderkreismitglieder und dankte schon zu Beginn des Kampftages allen Helfern der beiden Wettkämpfe. Als Ziel gab er vor, eine neue Saisonbestmarke aufzustellen und die Tabellenführung zu behaupten. Die drei Heberinnen und die beiden männlichen Stemmer in der Rodinger Dritten erfüllten diese Vorgabe klar.

Das Damen Trio mit Cheyenne Koralewski, 60 Punkte, Marie-Kristin Biener 75 Punkte und Julia Kellermeier 67 Punkte legten als erster Block stark vor und die Männer im zweiten Block mit Max Schuierer und Matthias Kripp legten nicht weniger stark nach. Dabei stellte der Max mit 101 kg Reißen, 123 kg Stoßen und 70 Relativpunkten Saisonbestleistungen auf. Matthias Kripp, der über Werner Brandhuber vom Crossfit-Sport zu den Gewichthebern stieß, überzeugte mit erstmals 122 kg Stoßen, 222 kg beim Zweikampf und 55,4 Relativpunkten.

Die Gäste vom TSV Regen, mit einer Bestmarke von 216 Punkten angereist, waren chancenlos. Ihre besten Punktesammlerinnen, zwei starke Damen aus Tschechien waren nicht am Start und zudem konnten die Niederbayern nur vier Sportler an die Hantel bringen. Da fiel die angekündigte Spannung bei der eindeutigen Überlegenheit der Einheimischen total ins Wasser.