Kampfrichter Hans Gradl verabschiedet

Samstag, 22.Februar 2020

Beim Gewichtheben sitzt der Kampfrichter immer vor dem Sportler, verfolgt konzentriert den Bewegungsablauf und bewertet dann die Leistung. So auch 22 Jahre lang Bundesligakampfrichter Hans Gradl vom TSV Schwandorf. Der viele Bundesligawettkämpfe, ob bei der 1. oder 2. Liga in Roding geleitet hat. Letzten Samstag war es sein letzter Wettkampf bei der 2. Bundesliga Begegnung TSV Heinsheim gegen TB 03 Roding II.

Es war nicht nur sein letzter Wettkampf in Roding, sondern sein letzter Einsatz als Kampfrichter in der Bundesliga überhaupt. „Im Alter von 70 Jahren und 22 Jahre als Bundesligakampfrichter ist es genug“ meint der Schwandorfer Unparteiische Hans Gradl. Es gibt ja nicht nur Einsätze in der Nachbarschaft wie in Roding, sondern auch solche mit langen Fahrtstrecken und das muss ich mir nicht mehr antun. „Mir hat es in Roding immer Spaß gemacht zu werten“ meint er und es war immer eine tolle Stimmung in der Halle, ein überaus faires Publikum. Auch die Zusammenarbeit mit Sportlern, Trainern und Verantwortlichen in Roding war immer bestens.

Vor dem Wettkampf bat Abteilungsleiter Matthias Hecht den Bundesligakampfrichter Hans Gradl auf die Bühne und meinte: „Natürlich muss der Kampfrichter immer neutral sein und der Hans Gradl war und ist es auch stets. Deshalb und bei dem zu erwartenden klaren Ausgang für die Gäste darf ich mich vor dem Wettkampf bedanken. Matthias Hecht meinte: Lieber Hans, du warst sehr oft in Roding im Einsatz und ich danke dir auch im Namen der Abteilung und der Heber für deine stets sportlich faire und korrekte, ehrenamtliche Arbeit. Wir bedauern es, das du aufhörst, da du über viele Jahre zum festen Bestandteil beim Bundesligaheben in Roding gezählt hast.

Hans Gradl bedankte sich für die überraschende Anerkennung. Er meinte: „Als Bundesliga Kampfrichter komme ich nicht mehr nach Roding. Aber gerne immer wieder als Zuschauer zu den spannenden Wettkämpfen in die bayerische Gewichtheber Hochburg.“ Auch „Finanzminister“ Konrad Siebenhandl hat von den Einsätzen des Schwandorfers profitiert. Denn es ist schon ein wesentlicher Unterschied ob Kampfrichter Fahrtkosten ab Schwandorf oder ab Kitzingen, Waldkirchen oder München abgerechnet werden. Die Rodinger Heber und auch die treuen Fans werden den Gradl Hans in Zukunft vor der Heberplattform sicher vermissen.