Spitzenleistung mit 194 Relativ Punkten durch Nico Müller aus Obrigheim

TB internes Duell gewann Gregor Nowara mit 138 Punkten knapp vor Simon Brandhuber 136 Punkte – ProtokollBilder

Eine super Stimmung herrschte beim Bundesligakampf TB 03 Roding I gegen die Gäste vom SV Germania Obrigheim, die mit einer Leistung von 903,0 Relativpunkten den Zuschauern einen überragenden Wettkampf boten. Entsprechend gut war die Stimmung im Publikum, auch wenn gegen dem Tabellenzweiten mit einem Endergebnis von 702,6 : 903,0 Relativpunkten nichts zu holen war. Simon Brandhuber und Peter Kulzer kehrten beide nach Verletzungen mit 136,0 bzw. 100,0 Relativpunkten wieder in die erste Mannschaft zurück. Darüber hinaus zeigte Hans Brandhuber mit 170kg eine neue Bestleistung im Stoßen.

Die Spitzenleistungen zeigten dann die „Germanen“ vom Neckar mit 60 mitgereisten Fans im Rücken. Nationalkaderheber Nico Müller, bereits für die Europameisterschaft (Ende März in Tirana/Albanien) qualifiziert ist, zeigte „Hantelsport vom Feinsten“. Bei knapp 79 kg Körpergewicht zauberte er sechs gültige Versuche und 155 kg beim Reißen und 195 kg beim Stoßen, was ihm die höchste Relativleistung der laufenden Bundesligasaison von 194 Punkten brachte. Müller ist ein Obrigheimer Eigengewächs, der vom ehemaligen Bundestrainer und einem der besten deutschen Heber aller Zeiten, Oliver Caruso, trainiert wird. Auch Matthäus Hofmann, der mit 195 kg Stoßen die EM-Norm schaffte und dann mit 201 kg noch die Tageshöchstleistung zur Hochstrecke brachte (164 Relativpunkte) ist ein Schützling von Oliver Caruso. Die Nummer drei im Gästeteam war am Samstag der Spanier Arcoran Juan Hernandez, der seinen zweiten Wettkampf für Obrigheim machte und 157 Relativpunkte zum Sieg lieferte. Mit dieser tollen Vorstellung in Roding sind die Obrigheimer auch wieder im Rennen um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft und Teamsprecher Jakob Neufeld schwärmte schon von 1000 Punkten im Finale am 28. April.

Der Wettkampf zeichnete sich durch sehr wenige Fehlversuche aus. Lediglich Tamara Voit hatte mit nur zwei gültigen Hebungen nicht ihren besten Tag. Doch die Teamkollegen und Trainer Matthias Hecht munterten sie gleich wieder auf. Dabei musste Kampfrichter Max Hohenwarter aus Waldkirchen eine brenzliche Situation überstehen, als Tamara samt Hantel von der Bühne krachte. Der Kampfrichter blieb gefasst und Tamara konnte weiter machen. Simon Brandhuber und seine Fans freuten sich über den ersten Wettkampf nach einer langer Verletzungspause. Die Nummer 1 beim TB zeigte sechs sichere Versuche und will sich langsam wieder aufbauen. Seine 136 Relativpunkte toppte an diesem Abend jedoch Gregor Nowara mit 138 Punkten.

Hermann Voit setzte seinen ersten Reißversuch bei 115 kg „in den Sand“, doch dann zog er sicher durch und lieferte 110 Punkte. Stark an diesem Abend Hans Brandhuber, der zwar beim Reißen noch an einer Bestmarke von 133 kg scheiterte, aber beim Stoßen mit voller Power erstmals 170 kg zur Hochstrecke brachte. Auch die magische Grenze von 300 kg im Zweikampf und 125,6 Relativpunkte sind neue Bestmarken für den Hans. Wie alle Rodinger Heber, begeistert angefeuert von den Fans, meldete sich Peter Kulzer aus Neubäu mit sechs Gültigen und 100 Relativpunkten eindrucksvoll zurück. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung wurde das Ziel 700 Punkte beim TB 03 Roding erreicht und Simon Brandhuber kündigte bei seinem Schlusswort als Mannschaftssprecher einen Angriff auf die Saisonbestleistung (bisher 732 Punkte) beim letzten Wettkampf am 7. April in Roding gegen den SC Pforzheim an.

 

Eine knappe Kiste beim Stoßen in der zweiten Bundesliga – Protokoll – Bilder

Eine gute Mannschaftsleistung zeigte der TB 03 Roding II beim Duell gegen den 1. AC Suhl. Vor allem deshalb, weil sich Leon Koralewski beim Aufwärmen verletzte und somit beim Wettkampf ausfiel. So wurde es vor allem im Stoßen spannend. Erst der letzte Versuch von Daniel Nowara an 160kg entschied diesen Punkt für die Rodinger Seite. Insgesamt konnte man sich gegen die Gäste aus Thüringen dann mit 3:0 Punkten bei mit einem Endergebnis von 397,4:374,6  Relativpunkten durchsetzen.

Die 15-jährige Marie-Kristin Biener blieb ohne Fehlversuch und lieferte starke 77 Relativpunkte. Auch der 17-jährige Jugendheber Johannes Janker bekam sechsmal Grün vom Kampfrichter Franz Neuhuber aus Landshut und lieferte starke 70 Punkte. Da konnte natürlich der Rodinger Senior Steffen Pilz mit seine 42 Jahren nicht zurückstehen und zeigte dem Nachwuchs, ebenfalls ohne Fehlversuch, dass er mit stolzen 80 Relativpunkten noch lange nicht zum „Alten Eisen“ gehört. Sehr starke gegen die Thüringer präsentierte sich Andreas Hecht, der nach sechs gültigen Hebungen diesmal mit Saisonbestleistung von 89,4 Punkten stärkster Heber war. Damit die Freude bei der Zweiten perfekt sein konnte wuchtete Daniel Nowara mit Nervenstärke 160 kg in die Höhe und sicherte damit auch den Stoßpunkt mit dem knappen Vorsprung von 400 Gramm (259,2 : 258,8). Dem verletzten Leon Koralewski wünschen die Mannschaftskollegen und Fans gute Besserung, damit er beim Saisonfinale am 7 April  gegen SV Empor Berlin zu Hause wieder dabei sein kann.