Wie ein Uhrwerk exakt auf 500 Punkte zu gesteuert

Roding II besiegt beim letzten 2. Bundesligakampf die Berliner klar mit 500,0 : 436,9 Punkten – ProtokollBilder

Mit dem SV Empor Berlin hatten die Rodinger wegen der Vorkampfniederlage in Berlin noch ein „Hühnchen zu rupfen“. Denn Anfang November mussten sie mit 487,4 : 449,2  alle drei Punkte in Berlin lassen. Am Samstag konnte Trainer Matthias Hecht eine wesentlich stärkere Staffel gegen den Tabellennachbarn auf Platz Vier ins Rennen schicken und sogar auf den leicht angeschlagenen Teamchef Daniel Nowara verzichten, den Max Jackwerth kurzfristig ersetzte.

Und die Revanche gelang beim Bundesligavorkampf bei einer schon stattlichen Zuschauerkulisse, schließlich ging es gegen keinen geringeren als die Berliner. Beide Ziele konnten realisiert werden. Zum einen der Sieg und zum anderen erstmals 500 Punkte in dieser Saison. Am Ende standen exakt 500 Punkte für die Gastgeber und 436,8 Punkte für die Gäste auf der Anzeigetafel. Im ersten Block gingen Vater Steffen und Tochter Annika gemeinsam an die Hantel. Das die Tochter und Deutsche Jugendmeisterin  mit 97 Relativpunkten den Vater bei 81 Punkten klar überrundete, konnte der Steffen locker tragen. Natürlich ist er stolz auf seine erfolgreiche Tochter als Gewichtheberin. Aber das er noch lange nicht zum alten Eisen gehört, zeigte er mit einer persönlichen Bestmarke von 127 kg Stoßen. 

Oberpfalzrekorde gesteigert

Stark auch Marie-Kristin Biener, die bei 51 kg Reißen den Oberpfalzrekord von Marina Bauer aus dem Jahr 2016 verbessern wollte, aber noch scheiterte. Dafür stellte sie beim Stoßen mit 61 kg einen neuen Bezirksrekord auf und holte sich auch den Zweikampfrekord mit 110 kg, den seit dem Jahr 2014 ihre Vereinskameradin Julia Kellermeier hielt. Starke 73 Punkte lieferte sie zum Sieg. Dass Rene Koralewski eine Wettkampfpause braucht, war offensichtlich. Bei einer Bestmarke von 101 Punkten blieb er mit gelieferten 75 Zählern doch einiges hinter den Erwartungen zurück.

Dafür kommt Andreas Hecht zum Saisonende immer besser in Form und brachte bei 120/150 kg starke 86 Relativpunkte. Eine Bereicherung Max jackwerth der sich nach seinem Auslandseinsatz bei der Bundeswehr schon wieder ganz stark präsentierte. Er war es, der mit dem letzten Versuch des Wettkampfes und geschafften 161 kg die 500 Punkte perfekt machte. Damit belegte er und hinter Annika Pilz (97 Punkte) mit 88 Punkten den zweiten Platz in der internen Teamwertung.

Starke Berliner Frauen

Auch die Hauptstädter hatten gleich drei starke Frauen mitgebracht. Die Deutsche Jugendmeisterin Antonia Ackermann brachte 97 Punkte, Friederike Schulz 92 Punkte und Carian Schelhase 72 Punkte. Erst dann reihten sich die drei Herren ein. Roding behauptet mit dem Sieg den dritten Platz in der 2. Bundesliga, während Berlin durch die Niederlage und den Sieg von KG Görlitz Zittau in Suhl auf den 5. Rang abrutschte. Die Überraschung des Wettkampftages gab es in Regensburg, wo der Aufsteiger und schon feststehende Meister KSV Bavaria Regensburg den Gästen aus Gräfenroda deutlich mit 520,9 : 463,0 Punkten unterlag.