Deutsche Meisterschaft 2018: Nachlese zum Sonntag, 09.12.2018

Montag, 10.Dezember 2018

3-facher Olympiateilnehmer Jürgen Spieß am Sonntag

Am letzten Wettkampftag, Sonntag ab 11 Uhr legen sich zuerst die starken Frauen mächtig ins Zeug. In der Klasse bis 75 kg setzte sich die Vorjahresmeisterin Patricia Rieger vom Preetzer TSV mit 205 kg im Zweikampf auch in Roding durch. Mit Carina Häusler, ESV München-Freimann, Katharina Isele, TSG Augsburg und Helene Hörner, ASV Neumarkt, belegten Powerfrauen aus Bayern die Plätze zwei bis vier. Die Neumarkterin war zugleich die beste Juniorenheberin in dieser Klasse und wurde mit Gold dekoriert.

Nina Schroth, AC Mutterstadt, EM Sechste des Vorjahres und Titelverteidigerin behauptete sich auch dieses Jahr in der 90 kg Klasse. Sie verwies Chantal Schreiber aus Berlin und Annalena Gürtler aus Sangershausen auf die Medaillenplätze. Über 90 kg Körpergewicht durfte sich Tina Scheuer vom KSV Langen die Goldmedaille mit nach Hause nehmen.

Gold für Peter Kulzer

Der dreifache Olympiateilnehmer für Deutschland, Jürgen Spieß vom Verein Kraft-Werk Schwarzach, holt unangefochten den Titel in der Klasse bis 105 kg mit 151kg/186 kg. Silber ging nach Cottbus an Michael Varlamov und Bronze an Kurt Perthel vom Chemnitzer AC.

Die beiden TB Starter, Daniel Nowara und Peter Kulzer haben erfolgreich in das Superschwergewicht (über 105 kg Körpergewicht) gewechselt. Und dieser Wechsel und ihre starke Leistung an der Hantel wurden mit Edelmetall belohnt. Zwar setzte sich der Favorit Philip Mummhardt aus Berlin knapp mit 318 kg im Zweikampf durch, aber die Rodinger blieben ihm auf den Fersen. Der Neubäuer Peter Kulzer holte mit 140kg/176 kg bei 316 kg im Zweikampf Silber.

Bewundernswert sein Mut und seine mentale Stärke, als er nach ungültigen 173kg von 167 kg auf 176 kg steigerte und unter lautstarker Anfeuerung der Fans die Last zur Hochstrecke brachte. Hier muss erwähnt werden, dass die Junioren bis 20 Jahre und die Senioren ab 21 Jahre zwar miteinander heben, aber getrennt gewertet werden. So ist der 20-jährige Rodinger Bundesligamann Peter aus Neubäu Vizemeister der Aktiven und auch noch Deutscher Juniorenmeister.

Daniel wollte es nochmal wissen

Nochmal bestens vorbereitet hat sich Daniel Nowara auf seinen Auftritt bei der DM in Roding, wo er auf viele gute Bekannte aus seiner Zeit im Sportinternat Frankfurt/Oder traf. 136 kg beim Reißen und 166 kg beim Stoßen brachten ihm 302 kg im Zweikampf, 95 Relativpunkte und die Bronzemedaille ein. Die letzte Siegerehrung nahmen die beiden Schirmherren, 1. Bürgermeister Franz Reichold und Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler vor und zeigten sich von den Leistungen an der Hantel, aber auch von der Ausrichtung begeistert. BVDG Präsident Christian Baumgartner sprach Matthias Hecht mit seinem Team ein ganz großes Lob für die perfekte Ausrichtung der Meisterschaft aus.

Ehrung durch Sportdirektor Franz Mantek vom BVDG mit Simon Brandhuber und die TB Gewichtheberabteilung

Sportdirektor Frank Mantek vom BDVG berichtete dem Publikum vom großen Einsatz von Simon Brandhuber bei der WM in Ashgabat/Turkmenistan, wo historisches stattfand. Simon hat mit 146 kg im Reisen den 26 Jahre alten deutschen Rekord von Andreas Behm aus dem Jahre 1992 um ein Kilo verbessert. „Ich war damals Bundestrainer und mit Andreas Behm bei der Europameisterschaft in Barcelona. Einen Rekord nach so langer Zeit zu verbessern ist schon etwas großartiges und dazu möchte ich heute vor großem Publikum Simon nochmals danken und ehren“

Ich möchte aber auch den Rodinger Gewichthebern als Sportdirektor eine besondere Auszeichnung zukommen lassen und meinen Dank aussprechen für den langjährigen Einsatz in der erfolgreichen Talentausbildung. Viele junge Rodinger Sportler kamen und kommen aus der „Talentschmiede Roding“ in unser Leistungszentrum in Frankfurt/Oder. Allen voran unser Kaderathlet und WM-Teilnehmer Simon Brandhuber. Neben der Anerkennung gibt es auch noch eine finanzielle Zuwendung für die Jugendarbeit, die ich Abteilungsleiter Matthias Hecht mit großem Dank überreiche“

Auszeichung für Annika Pilz

Der Bayerische Landestrainer Christian Koherr nutzte die Gelegenheit der DM, Annika Pilz als Nachwuchsheberin des Jahres 2017 in Bayern auszuzeichnen. Koherr: „Annika lebt und trainiert ja im Leistungszentrum in Frankfurt/Oder, deshalb ist sie selten in Bayern und ich möchte die Gelegenheit nutzen, die Auszeichnung hier vor großem Publikum zu übergeben. Sie war ja dieses Jahr als zweifache Deutsche Jugendmeisterin und hier bei der Deutschen als Vizemeisterin sowohl bei den Junioren und sogar bei den Aktiven erfolgreich“.