Vorschau auf die DM am Samstag und Sonntag

Montag, 03.Dezember 2018

Bei Matthias Hecht, dem 34-jährigen Abteilungsleiter der Rodinger Gewichtheben laufen schon das ganze Jahr über und besonders in den letzten Tagen vor der Meisterschaft die Fäden zusammen. Alles ist bestens vorbereitet für die mittlerweile auf 184 angewachsene Zahl von Sportlerinnen und Sportlern aus ganz Deutschland. Schirmherren sind bestellt, Trainingsfläche saniert, 121 Ehrenpreise im Wert von 4.500 Euro stehen dank honoriger Sponsoren zur Verfügung, Helfer eingeteilt, EDV getestet, neue Wertungsanlage ausprobiert, Programmheft gedruckt und Plakate aufgehängt. Und natürlich, die zehn Rodinger Heber, die Akteure um die es sich an den drei Wettkampftagen dreht, sind bestens vorbereitet.

Heute informieren wir über die Starter vom Samstag und Sonntag.

Am Samstag um 10:30 Uhr eröffnen Stephanie Haspel vom AV Speyer, Lisa Ebl vom SV Laufenberg und die Münchnerin Lisa Ries, die drei ersten der insgesamt 21 Starterinnen starken Meldeliste den zweiten Wettkampftag der DM 2018. Ab 13:30 Uhr legen sich die Männer in der Klasse bis 77 kg Körpergewicht mächtig ins Zeug. Roberto Gutu aus Samswegen und der immer gut gelaunte Jakob Neufeld aus Obrigheim werden voraussichtlich den Meister unter sich ausmachen. Ab 16 Uhr mischen mit Hans Brandhuber und Hermann Voit zwei Rodinger Bundesligaheber mit. Die Favoritenrolle der 85 kg Klasse hat der Berliner Michael Müller, aber um die weiteren Stockerlplätze werden sich der 22-jährige Brandhuber Junior und Ken Fischer vom TSV Schwedt einen heißen Tanz liefern. 19 Sportler kämpfen um die weiteren Plätze.

Zieht Gregor die Massen?

Für die Abendveranstaltung um 19 Uhr steht der 25-jährige Lokalmatador Gregor Nowara an der Spitze der Meldeliste bis 94 kg mit 338 kg im Zweikampf. Aber ein Freibrief auf den Titel ist das für den Gregor wahrlich nicht. Insgesamt vier weitere „Hochkaräter“ mit Michael Varlamov, TSV Cottbus (336 kg Meldeleistung), Robert Oswald, ASK Frankfurt/Oder (335 kg), Philip Kudzik, Chemnitzer AC (330 kg) und Kevin Schweizer, KSV Durlach (327 kg), werden die Entscheidung um den Titel in der 94 kg Klasse zu einem Krimi machen. Gregor holte bei der letzten Deutschen 2017 in Speyer mit 150/185 kg den dritten Platz. Vielleicht entscheidet seine aus den Bundesligakämpfen bekannte Nervenstärke bei diesem brisanten Titelkampf in der Endphase für den Lokalmatador.

Olympiateilnehmer Jürgen Spieß am Sonntag

Am letzten Wettkampftag, Sonntag 9. Dezember ab 11 Uhr legen sich zuerst die starken Frauen mächtig ins Zeug. In der Klasse bis 75 kg steht Patricia Rieger vom Preetzer TSV mit 212 kg an der Spitze der Meldeliste. Mit Anna-Carina Häusler, ESV München-Freimann, Katharina Isele, TSG Augsburg, Helene Hörner, Neumarkt  und Sarah Jacobs, ESV München-Freimann buhlen gleich vier Heberinnen aus bayerischen Vereinen um einen Platz auf dem Treppchen. Nina Schroth, AC Mutterstadt, EM Sechste des Vorjahres und Titelverteidigerin führt die Meldelisten der 90 kg Klasse an, muss sich aber mit der starken Berlinerin Chantal Schreiber auseinandersetzen. Über 90 kg Körpergewicht dürfte Tina Scheuer vom KSV Langen wieder die Goldmedaille mit nach hause nehmen.

Die Schwergewichte ab 14 Uhr

Der mehrfache Olympiateilnehmer für Deutschland, Jürgen Spieß vom Verein Kraft-Werk Schwarzach, gilt als der klare Favorit in der Klasse bis 105 kg Körpergewicht. Um die weiteren Podestplätze stehen mit dem Lokalmatador Peter Kulzer, Kurt Perthel vom Chemnitzer AC und Martin Bouratn, ASK Frankfurt/Oder starke Nachwuchsleute in den Startblöcken. Hier muss erwähnt werden, dass die Junioren bis 20 Jahre und die Senioren ab 21 Jahre zwar miteinander heben, aber getrennt gewertet werden. So hat der 20-jährige Rodinger Bundesligamann Peter Kulzer aus Neubäu durchaus die Chance Deutscher Juniorenmeister 2018 zu werden.

Daniel ein „Wechsler“?

In dieser Klasse heben aus der Rodinger 2. Bundesligastaffel auch Max Jackwerth und Daniel Nowara. Vielleicht wechselt Daniel Nowara der bei den Mannschaftskämpfen immer mit einem Körpergewicht um 105 kg antrat auch die Gewichtsklasse und hätte bei über 105 kg die Chance auf das Treppchen zu kommen. Aber diese Überlegung stellen wahrscheinlich sogar mehrere „Wechsler“ an. Die Vorstellung zum Wettkampf wird zeigen wer am Ende in welche Gewichtsklasse antritt. Die TB-Truppe ist auf alle Fälle bestens vorbereitet und freut sich über die Anfeuerung der Fans wie bei den Bundesligakämpfen.