Heber feiern ihren dreifachen EM-Medaillen Gewinner Simon Brandhuber

Dienstag, 23.April 2019

Fanclub überrascht mit einem großen Transparent – Beim Sommerfest wird erst richtig gefeiert – Bilder

Mit dem Begriff Sensation sollte man vielleicht ein bisschen vorsichtig sein. Aber Simon Brandhuber von den Rodinger Gewichthebern hat bei der Europameisterschaft in Batumi/Georgien auf jeden Fall mit gleich drei Medaillen für eine riesige Überraschung gesorgt. Da die Fans und die Mannschaftskollegen Simon im 3.200 km entfernten Batumi, am Schwarzen Meer gelegen, nicht anfeuern konnten, wurde die persönliche Gratulation am letzten Freitag in der Heilbrünnl Gaststätte nachgeholt.

Der Rodinger Bundesligaheber Simon Brandhuber lebt und trainiert ja mittlerweile mit dem Nationalkader in St. Ilgen bei Heidelberg. Den kurzen „Heimaturlaub“ bei den Eltern in Steinach nutze Matthias Hecht zu einer Einladung für das Rodinger Aushängeschild, seine Eltern, die Vorstandschaft der Gewichtheber und natürlich den harten Kern des Fanclubs zu  einem Abendessen und zu einer persönlichen Gratulation. Der Fanclub hatte dazu extra ein Transparent anfertigen lassen und im Lokal gleich aufgehängt.

Abteilungsleiter Matthias Hecht gratulierte dem Rodinger Eigengewächs, seit Jahren die Nummer 1 bei den TB-Gewichthebern, zu dem großartigen Erfolg. Matthias Hecht meinte, wir haben natürlich alle begeistert deinen Wettkampf auf dem Bildschirm verfolgt, aber jetzt ist die Stunde, wo wir dir alle ganz persönlich zu dieser Ausnahmeleistung gratulieren können. Du warst bei die Europameisterschaft der beste Deutsche Heber. Das ist ein großartiger Erfolg für dich und für unseren Verein. Diesen Erfolg hast du dir hart erarbeitet mit unzähligen Trainingsstunden und großer Disziplin. Simon, du bist auf einen guten Weg, die Qualifikation für einen Platz im Olympiateam zu schaffen. Zwei Top-Wettkämpfe für die wichtigen „Robi-Punkte“ hast du schon und für die Weltmeisterschaft im September in Thailand wünschen wir dir eine gute Vorbereitung und dann viel Glück.

Die Fans waren aus dem Häuschen

Richy Stauß, der Rodinger Oberfan meinte: „Simon, du hast keine Ahnung wie wir vor dem Fernseher gefetzt und gewerkelt haben. Wir freuen uns narrisch über deinen Erfolg und wünsche dir weiter solche Highlights. Wir wünschen uns, das du uns als Bundesligaheber weiter erhalten bleibt“. Darauf der Simon ganz trocken: „Ist doch alles schon klar für die nächste Saison“. Diese Aussage wurde natürlich mit viel Applaus quittiert. Simon meinte noch, dass Gewichtheben in Georgien hoch im Kurs steht und die Stimmung in der Halle Super war. Ich habe bei meinen internationalen Einsätzen noch keine so guten Bedingungen vorgefunden wie in Georgien, wo auch die Menschen sehr freundlich sind.

Nochmals im Rückblick:

Bei den Bundesligawettkämpfen zeigte Simon, mit immer stärkeren Leistungen, dass die Vorbereitung stimmt. Und diese gute Vorbereitung rief Simon Brandhuber, hoch konzentriert beim Wettkampf, betreut von Bundestrainer David Kurch, auf den Tag genau ab. Bei einem Körpergewicht von nur 66,8 kg schaffte er 146 kg in der Disziplin Reißen (Silbermedaille), 165 kg in der Disziplin Stoßen (Bronzemedaille) und 311 kg im Zweikampf (Silbermedaille). Erstmals gelangen Simon 187 Relativpunkte, die bisher noch kein Heber des TB 03 Roding geschafft hat.

„Simon ist in der Weltspitze angekommen“, sagte auch der Sportdirektor des Bundesverbandes Deutscher Gewichtheber, Frank Mantek über den Schützling von Bundestrainer David Kurch. Der 27-jährige Sportsoldat gehört zu den Kandidaten, die sie sich für einen Olympiastart in Tokio qualifizieren können. Für Brandhuber ist es das bisher beste internationale Ergebnis. Bei der letztjährigen Weltmeisterschaft in Ashgabat (Turkmenistan) war der mehrfache Deutsche Meister mit 306 kg im Zweikampf Elfter geworden. Und jetzt hat er nochmal einen drauf gelegt.“

Der Steinacher Simon Brandhuber lernte ab dem Jahr 2000 das kleine „Einmal-Eins“ des Gewichthebens beim TB 03 Roding. Im Jahr 2006, mit 13 Jahren hatte er den  Mut an die Sportförderschule nach Frankfurt/Oder zu wechseln, wo er auch sein Abitur machte. Seit 20013 trainiert er im Bundesleistungszentrum in Leimen bei Heidelberg. Obwohl Simon als Deutsche Spitzenheber von den anderen Bundesligavereinen umworben wird, kämpft er immer noch bei seinem Heimatverein in der Bundesligastaffel. Und auch für die nächste Saison, in der erstmals eingleisigen Gewichtheber Bundesliga, hat er dem TB 03 Roding zugesagt.