400 Gramm Sieg der Heber in Karlsruhe

Roding zog bei der Pokerrunde in Durlach mit Gregor Nowara erfolgreich den Joker – ProtokollBilder

In Karlsruhe-Durlach machte Bundesligaheber Gregor Nowara mit dem letzten Versuch des Tages mit 186 kg Stoßen den Sack zu und löste einen riesigen Jubel im Rodinger Heberlager aus. Denn mit 400 Gramm Vorsprung ging der Sieg bei 732,0 : 731,6 Punkten 2:1 nach Roding. Dagegen war Berlin für die 2. Bundesligastaffel (487,4:449,2 Punkte) keine Reise wert.  Aber in Weiden holte Roding III nicht nur einen deutlichen Sieg mit Saisonrekord sondern baute die Tabellenführung in der Bezirksliga aus. Ersatz geschwächt konnte Roding IV gegen beim 1. AC Regensburg am Samstag Abend nicht mithalten.

Der Bundesligaknüller stieg am Samstag Abend beim KSV Durlach. Trainer Matthias Hecht wusste, dass es eine sehr enge Kiste werden würde und hatte mit Rene Koralewski und Max Jackwerth den sechsten Heber doppelt besetzt, obwohl dadurch die 2. Staffel in Berlin enorm geschwächt wurde. Aber die 1. Bundesliga hat nun mal Vorrang. Und die Taktik hat sich ausbezahlt. Roding konnte unterstützt von einer harten Fangruppe in Baden mit 2 : 1 punkten. Als Gregor Nowara wieder einmal das „Zünglein an der Waage“ spielen musste und an den allerletzten Versuch der Veranstaltung mit 86 kg Stoßen ging, da knisterte es in der Durlacher Sporthalle. Und der dritte Deutsche Meister von Speyer schaffte die Last. Damit hat er seiner Mannschaft mit einem Vorsprung von 400 Gramm den 732,0 : 731,6 Punkte Sieg gesichert. Jetzt waren die Fans und Heber nicht mehr zuhalten. Der Durlacher Sportpalast war in Rodinger Hand.

Doch die Teamkollegen von Gregor hatten vorher schon perfekt vorgearbeitet. Überragend diesmal Tamara Voit, die erstmals 110 Relativpunkte für Roding einbrachte und dabei mit 78 kg Reißen und 167 kg Zweikampf Bestmarken schaffte. Souverän WM-Aspirant Simon Brandhuber, der abgeklärt seine sechs Versuche ohne rote Lampen absolvierte und mit 159 Punkten wieder stärkster Rodinger war. Dagegen schaffte Hermann Voit mit nur 100,6 Punkten nicht den Anschluss an seine zuletzt gute Leistung.

Hans Brandhuber konnte gegenüber der Deutschen vor einer Woche sogar noch zulegen und lieferte glatte 120 Punkte (127/161kg) ab. Nach Startschwierigkeit beim Reißen war Gregor Nowara als letzter Mann bei 186 kg wieder gefragt und meisterte den Nervenjob als letzter und entscheidender Mann hervorragend. Beim „Duo“ trug Rene Koralewski 104 kg beim Reißen bei und Max Jackwerth war der perfekte Stoßer mit drei Gültigen und der persönlichen Rekordlast von 170 kg. Zusammen schaffte das Duo genau 105 Punkte. Eine tolle Teamleistung der Rodinger mit Unterstützung der Fans. Knapper hätte der Sieg nicht ausfallen können. Den Punkt beim Reißen holte sich Durlach mit 286,8:273,5 gegenüber Roding. Beim Stoßen zeigte der TB mit 458,5:444,8 seine traditionelle Stärke und das Ende mit 732,0:731,6 und dem 2:1 Sieg ist bekannt.

 

Berlin zu stark für ersatzgeschwächte Rodinger – ProtokollBilder

SV Empor Berlin, bisher mit einer Saisonbestmarke von 406 Punkten, zog am Samstag vor heimischer Kulisse alle Register und besiegte die ersatzgeschächten Waldler mit 487,4:449,2 Punkte deutlich. Dabei lieferte Roding II auch ohne Rene Koralewski und Max Jackwerth eine ausgezeichnete Leistung, die knapp unter der Saisonbestmarke von 451 Punkten lag, ab. Dominierend im TB-Lager die erst 14-jährige Annika Pilz, die von der Sportschule Frankfurt/Oder angereist war. Sie stellte beim Stoßen eine neue Bestmarke auf und lieferte überragende 94 Relativpunkte. „Da kann ein Talent für die 1. Staffel heranwachsen“, meint Trainer Matthias Hecht. Sie kämpfte erstmals zusammen mit Vater Steffen Pilz, der mit 72 Punkten aufsteigende Tendenz bewies.

Eine sichere Bank wieder Marina Bauer mit 70 Punkten. Andreas Hecht, der für den verletzten Johannes Janker ganz kurzfristig einspringen musste, überzeugte mit sechs Gültigen und 76,2 Punkten. Leon Koralewski konnte gegenüber seinem Auftritt bei der Deutschen vor einer Woche fünf Punkte zulegen und trug 68 Zähler zum TB-Ergebnis bei. Obwohl mit Trainingsrückstand und nicht in Form stellte sich Daniel Nowara bei der knappen Personalsituation in den Dienst der Mannschaft und lieferte 69 Punkte ab. Die Rodinger, betreut von Werner Brandhuber und Adam Bialek, hoben optimal. Die Berliner konnten erstmals mit der kompletten Staffel auflaufen und waren den Rodingern, die mit drei Mann Ersatz anreisen mussten, klar überlegen. Beste Heberin bei den Berlinern war Antonia Ackermann (Jahrgang 2002) mit 93 Punkten.