TB Heber holen locker drei Punkte gegen die Gäste aus Heinsheim

Sonntag, 17.Februar 2019

Roding festigt mit einem 723,0 : 608,8 Punkte Sieg gegen Heinsheim den 5. Tabellenplatz – ProtokollBilder

„Ich weiß, beim Sport ist alles möglich, aber ich denke, es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn wir nach der besten Saison seit Jahren, den Aufstieg in die eingleisige Liga nicht schaffen sollten“, so Simon Brandhuber nach dem letzten Bundesligaheimkampf gegen den TSV Heinsheim. Simon bedankte sich ganz herzlich bei den fantastischen Zuschauern und meinte, so macht Gewichtheben wirklich Spaß mit dieser Unterstützung. Auch der Sprecher der Gäste bedankte sich bei den mitgereisten Fans aus Heinsheim, gratulierte Roding zum Sieg und wollte, so wie Simon auch die vielen Helfer rund um den Wettkampf nicht vergessen.

So spannend wie angekündigt war das Duell der Tabellennachbarn Roding gegen  Heinsheim am Samstag vor vollem Haus in der Dreifachturnhalle dann doch nicht. Am Freitag Abend hatten es „die Buschtrommeln“ schon gemeldet, dass die Gäste vom Neckar Aufstellungsprobleme haben. Extra für den entscheidenden Wettkampf gegen Roding haben sie den bulgarischen Vize Europameister in der 62 kg Klasse, den 19-jährigen Stilan Grozed, Bestleistung 185 kg, vorgesehen. Doch der Heber hat sich bei einem Trainingslager seiner Nationalmannschaft verletzt, und fällt nicht nur gegen Roding aus sondern für den Rest der Saison. So wurde neben dem Bulgaren Aleksander Dimitrov (bester Heber der Gäste mit 142 Relativpunkten) kurzfristig der zweite Ausländerplatz mit Omed Alam aus Dänemark(140,8 Punkte) besetzt.

Dann überzeugte noch die Deutsche Meisterin von Roding, Sophia Attilo mit 125 Punkten im Gästeteam, aber die restlichen eingesetzten Heber bleiben weit unter 100 Punkten. Anders die TB-Staffel, die wieder kompakt auftrat und durch viele gültige Versuche den Zuschauern besten Hantelsport lieferten. Einzig Annabell Jahn blieb, wie beim letzten Wettkampf Hermann Voit, bei nur jeweils einem gültigen Versuch mit 94 Zählern unter der magischen Hunderter Grenze. Dafür lieferte am Samstag der Raublinger Hermann Voit wieder 100,8 Punkte.

Annika ein echtes Rodinger Eigengewächs

Eine Augenweide für die Zuschauer, Annika Pilz mit ihren 16 Jahren die Jüngste in der heimischen Staffel. Voll konzentriert zog die Schülerin des Sportinternats Frankfurt/Oder sechs gültige Versuche durch, die sie mit 63 kg Reißen und 79 kg Stoßen bei 108 Relativpunkten abschloss. Ein echtes Rodinger Eigengewächs, das es mit 16 Jahren schon zur 1. Bundesligareife geschafft hat.  Stark und sicher der zweite Rodinger Block mit Simon Brandhuber, Hans Brandhuber und Gregor Nowara bei nur zwei Fehlversuchen. Wobei Abteilungsleiter Matthias Hecht bei der Begrüßung um Verständnis für Gregor Nowara warb, der in der Vorwoche mit einem grippalen Infekt zu kämpfen hatte. So begann Gregor auch vorsichtiger beim Reißen, doch beim Stoßen überbot er über 157kg, 167kg und 177kg sogar die Leistung des Speyer Wettkampfes. Wieder sechs Gültige und wieder 130,2 Relativpunkte, wobei im internen Duell Hans Brandhuber, der wieder exakt 130 Punkte schaffte sich etwas ärgerte.

Simon hat die EM im Visier

Brandhuber Junior ging wieder voller Dynamik das Reißen an, wobei er erst an der neuen Bestmarke von 135 kg gestoppt wurde. Stark sein Auftritt beim Stoßen über 160kg, 166kg schaffte er 170kg ein Topergebnis nur 3 kg unter seinem persönlichen Rekord. Dann war da noch der Bundeskaderathlet und Sportsoldat, Simon Brandhuber, dessen Vorbereitung auf die Europameisterschaft Anfang April in Georgien ausgerichtet ist. Scheiterte er vor 14 Tagen noch an 138 kg Reißen, so „lupfte“ er diese Last bei exakt 70 kg Körpergewicht locker. Beim Stoßen gingen 155 kg in die Wertung, doch 160kg konnte er nicht durchstoßen. Mit 160 Punkten stellte er den Dänen (140 Punkte) und den Bulgaren (142 Punkte) auf den Ausländerplätzen der Gäste locker in den Schatten.

Mit diesem Sieg revanchierte sich die TBler für die Niederlage in der letzten Saison mit 707: 717 Punkten am Neckar. Roding festigte am Samstag den 5. Tabellenplatz, während die Gästestaffel auf den 7. Rang abrutschte. Das Duell der „Giganten“ in der 1. Liga Südwest ging in Obrigheim vor vollem Haus über die Bühne. Dabei fügten die Gastgeber vom Neckar dem bisherigen Tabellenführer AC Mutterstadt eine schmerzliche 3:0 Niederlage zu. Spannung pur, das Reißen ging mit mit nur einem Vorsprung von 600 Gramm an Obrigheim. Der hoch gepriesene Gastheber aus Ägypten auf Seiten der Mutterstädter verzichtete auf seinen letzten Reißversuch und überließ den Gastgebern somit den Punkt im Reißen.